Ge-schwa-fel

Viel zu lange nix passiert.

Die Synapsen feuern bei jedem von uns ohne Unterlass (oder doch regelmäßig und dann recht heftig). Okay, die Mehrzahl der Zündungen sind ungefähr so nachhaltig wie Lady-Cracker-Explosionen am Neujahrsmorgen (also allenfalls für die nahe Umgebung von annähernder Relevanz). Aber dennoch: Jeder, der des Nachts betrunken in jeglicher Art von öffentlichem Verkehrsmittel unterwegs ist, wünscht sich doch bei Zeiten zwei Dinge:

1) Ein IPhone oder einen gleichwertigen Ersatz um jit oder auch asap die aktuellen Beobachtungen in spektakuelle Einträge umzumümzen

und

2) Eine nichtssagende Kategorie, die alle Ergussevantualitäten abdeckt, und gleichzeitig keine Erwartungshaltungen weckt, whatsoev… oder andere tolle englische Ausdrücke, die wiederum extrem nichtssagend sind, zumindest bei näherer Betrachtung.

Darum also nun diese Kategorie, nicht zuletzt sehr nützlich für die Studenten (oder „fertige“ Akademiker) unter uns, denen eine Menge einfällt, wovon wiederum eine viel zu große Teilmenge zu weniger als ziemlich wenig nütze ist.

Wie zum Beispiel:

Menschen in der U-Bahn, die in einem Atemzug sagen, dass Deutschland öde ist, Australien jedoch toll finden, gleichtzeitig aber entschieden dafür sind, dass Arbeiten in München extrem entspannt ist und Sydney, obwohl architektonisch „super“-interessant, im Vergleich doch nur zweite Wahl sein kann (und es handelte sich hier augenscheinlich um eine architekturaffine Berufsgruppe).

Oder: Zwei männliche Mitbürger zwischen 27-33, die dem Anschein und ihrem vorherigem Gespräch nach den (Investment-) Bankern zuzurechnen sind und sich ellenlang über das Verhältnis von Glück und Strategie in einem relativ unbekannten Brettspiel namens „Monopoly“ unterhalten können. Hier Zeuge zu sein und im falschen Moment aus der Bahn auszusteigen muss zwangsläufig zur Folge haben, dass jedes Vertrauen in das kapitalistische System und das Finanzwesen allgemein für immer irreparable Schäden erleidet.

Besser ist: Nie so genau zuhören, was andere Leute so quatschen, vor allem nicht denen, die Ahnung haben, anzunehmenderweise.

P.S.: Ich liebe Dich.

P.P.S.: Geht ins Kino und schaut Euch den Film an. Ich habe von Leuten gehört, die während des Trailers in Tränen ausbrachen. Nehmt also eine Frau mit, falls ihr euch das Ding antut, oder keinen Mann, wenn Ihr weiblichen Geschlechts seid.

P.P.S.: Drei Uhr Morgens, was habt Ihr denn erwartet!

P.P.P.S.: Diese Information nur der Vollständigkeit halber, da Ortszeit und Blutalkohol nicht Inhalt des Timestamps. Dies ist nicht als Rechtfertigung -oder schlimmer: Entschuldigung-  zu verstehen.

3 Gedanken zu „Ge-schwa-fel“

  1. Ich weiss nicht ob man es in Prozent ausdrücken kann…aber eine große Anzahl an Blogs bestehen nur aus dieser Kategorie, wissen es nur nicht 🙂

    (spektakuell sei hiervon ausgenommen. Nur, dass es nicht zu Missverständnissen kommt.)

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