Der Bann ist gebrochen

1. Mai 2008

Am gestrigen Abend wurde ich von einem Fluch erlöst. Meinem ganz persönlichen Sneak-Preview-Fluch. Es ist so: die Kinogötter waren mir in den letzten Jahren nicht gerade wohlgesonnen. Frühzeitig wurde ich in den ominösen Katze-im-Sack-Vorstellungen arg gebeutelt - mehrfach. Alpträume auf Zelluloid wie Kangaroo Jack und Boat Trip wurden von mir noch vor jenen Menschen gesehen, die tatsächlich dumm genug sind diese Machwerke absichtlich zu rezipieren.

Man könnte vermuten, dass das schlechte Gesamtbild durch die Überbetonung der grauenhaften Erlebnisse über jene entsteht, an die man sich einfach schlechter erinnert. Wenn ich mir aber die Highlights der letzten Jahre Sneak vor Augen führe, dann bin ich mir sicher, dass alles zwischendrin auch eher unterdurchschnittlich gewesen sein muss. Killing me softly und Bridget Jones sind da zu nennen. Allein meinem eisenharten Willen und meiner hohen Schmergrenze ist es zu verdanken, dass ich durchhielt und nun in den Genuss komme dabei zu sein. Jetzt, da die Welle umschlägt.

Es hat sich abgezeichnet. 30 days of night, Ossis Eleven und Invincible erreichten wenigstens annähernd schmerzfreies Niveau. Das Waisenhaus war einer der besseren Gruselfilme, die ich in den letzten Jahren zu sehen bekommen habe.

Und gestern: In Bruges (Brügge sehen… und sterben). Der Film hätte das Negativkonto, dass ich mir so mühsam aufgebaut habe, alleine ausgeglichen. Die letzten Jahre haben sich vielleicht doch gelohnt. Kino-Karma lächelt mich an.

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3 Kommentare zu “Der Bann ist gebrochen”

  1. 01

    Hehe, Trailer sah ganz gut aus. Jetzt bin ich noch mehr gespannt auf den Film.

    Temp am 2. Mai 2008 um 10:18
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  2. 02

    Aber nicht wieder zu hohe Erwartungen aufbauen! Wir wissen ja wie das endet.

    Mossi am 2. Mai 2008 um 18:36
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  3. 03

    Diesen Fluch habe ich so eigentlich nie erlebt. Sicher waren auch Perlen wie “Kangaroo Jack” oder “Wrong Turn” dabei, aber auch durchaus Highlights wie “Hero” oder “Rules of Attraction”, von denen ich zum Zeitpunkt der Sneak noch nicht wirklich viel wußte bzw. in letzterem Falle ohne Sneak eventuell gar nicht aufmerksam geworden wäre.

    Macke am 4. Mai 2008 um 16:05
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spek’ta:ku’ell, Gegenteil von inspektakuell: 1. gegenwärtig Aufsehen erregend, 2. im Augenblick von öffentlicher Bedeutsamkeit

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