Armer kleiner Kevin

Ganz davon abgesehen, dass die wilden Diskussionen darüber, was Kevin Kuranyi in der Nationalmannschaft verloren hat, nun abrupt verstummen werden, ist der arme Kevin etwa nur ein weiteres Opfer des EA-Fluchs? Immerhin ist er auf dem Cover der neuesten Ausgabe von FIFA 09. Ob sich EA nun darüber freut oder eher nicht, sei eh mal dahingestellt.

Der EA Fußball Manager 09 erscheint erst am 30. Oktober, aber vielleicht hat die Person auf dem Cover ja noch die Möglichkeit dagegen vorzugehen. Oder den Fluch zu brechen…

Das habe ich ihm dann auch verbal gesagt…

Fußballer sind ja immer mal wieder für einen markigen Spruch gut. Auf der Eurosport-Website wird grad ein Best Of der verbalen Entgleisungen veröffentlicht, bisher gibt es Teil 1 und Teil 2. Einige Klassiker kennt man sicherlich schon („Mailand oder Madrid – Hauptsache Italien!“), aber auch die sind ja immer wieder dafür gut, einem ein Schmunzeln zu entlocken.

Mein Favorit:

„Da kam dann das Elfmeterschießen. Wir hatten alle die Hosen voll, aber bei mir lief’s ganz flüssig.“ (Paul Breitner)

Da ist was faul bei Holland

Kein Wunder, dass die so überragend auftreten bei der EM bisher. Die sind einfach total tiefenentspannt, was folgende Szene aus dem Spiel gegen Rumänien beweist:

Hab vorgestern anscheinend zur richtigen Zeit mal kurz rübergezappt. Van der Verrat war gestern, ab sofort heißt der van der Fart und wenn er nicht bei der Nr. 2 im Norden spielen würde, wär er mir jetzt fast sympathisch. Auch wenn einige schon zu Holland switchen, bleib ich doch lieber bei dem Adler auf der Brust. Orange steht mir auch gar nicht.

Lieber Gott

, lass es 22:30 werden! Mal wieder viel zu viel Hype um einen sicheren 2:0 Sieg. Ich hab mittlerweile genug, und ja, ich werde auch diesmal während der ganzen Vorberichterstattung den Ton aus lassen. Stattdessen hör‘ ich lieber:

Tschüs Otto!

Ist mir beim Spiel Griechenland gegen Russland schon aufgefallen: wenn ein deutscher Trainer einen aufstellt, der „Patsa“ auf seinem Trikot stehen hat, kann das doch nur in die Hose gehen oder nicht? Hinterher wollen dann „Schnitsa“ und „Fehla“ auch noch spielen und dann ist HolGriechenland in Not.
Obwohl, Nikopolidis aufstellen ist auch nicht besser, aber muss man Otto zugute halten, dass der zumindest namensmäßig „getarnt“ war 🙂

Rudelgucken

Spread the word: Public Viewing war gestern2006, heute ist Rudelgucken angesagt!

Damit ihr beim nächsten Gespräch mit eurem Lieblings-Ami nicht für absolut geschmacklos gehalten werdet, wenn ihr erzählt, dass ihr die EM am liebsten beim „Public Viewing“ verfolgt, sagt lieber: „Hey, let’s go Rudelgucken!“ Verwirrte Blicke werden euch trotzdem gewiss sein, aber wenigstens denkt euer US-amerikanischer Gegenüber nicht gleich an seine verstorbene Großmutter o.ä. In den USA steht der Begriff nämlich wohl für die öffentliche Aufbahrung von Toten, wie 1LIVE berichtet.

Einen möglichen Duden Eintrag liefert 1LIVE auch, also geht Rudelgucken und sprecht darüber! Dann steht in einer der nächsten Duden-Ausgaben vielleicht bald:

Ru|del|gu|cken, das: gemeinschaftliches, meist öffentliches, Mitverfolgen vieler Zuschauer von Fußballturnieren wie die Welt- und Europameisterschaft auf Großbildwänden an öffenlichen Plätzen. Der Begriff Rudelgucken wird seit der Europameisterschaft 2008 anstelle des im Jahre 2006 eingebürgerten Scheinanglizismus „Public Viewing“ verwendet. Der Ausdruck wurde von 1LIVE, einem Hörfunksender des Westdeutschen Rundfunks, im Juni 2008 mittels einer Abstimmung der Hörer, als deutschsprachiger Begriff etabliert.